Madonna Benois49,6 x 31,5 cm, Öl auf Holz, auf Leinwand übertragen, 1478-1482, Eremitage, St.Petersburg |
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Die Madonna Benois ist ein Gemälde ohne Geschichte. Das Bild tauchte eines Tages wie
aus dem Nichts auf, und zwar an einem Ort, an dem man es am wenigsten vermuten würde: Zu Beginn des
19. Jahrhunderts in Astrachan, mitten im Land der Tartaren. Dort zieht ein italienischer
Wandermusiker es auf wundersame Weise aus seinem Gepäck, um es einem Herrn
Sapojnikow zum Kauf anzubieten, ohne dass er über dessen Ursprung Auskunft gibt. Leonardo ist zweifellos der erste Maler der Christenheit,
der die Hauptgestalten aus der biblischen Geschichte nicht mit einem Heiligenschein
versieht. Nicht einmal Jesus noch die Jungfrau erhalten einen, und dies bereits offensichtlich
sehr früh in seiner Laufbahn. In Leonardos Gemälden, die noch in Verrocchios
Werkstatt entstehen, gibt es Heiligenscheine. Sobald er seinen Meister verlässt, entfallen
sie. Die Heiligenscheine in der Madonna Benois sind von fremder Hand hinzugefügt.
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