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Verrochio malte sein Gemälde in Tempera, Leonardo ergänzte in Öl den Engel
links im Bild. Weiters übermalte er Teile der Christusfigur und der Landschaft (er
änderte die Wasserführung).
In diesem Bild zeigt sich im Kontrast zu Verrocchios Gesichtern schon die typische Malweise
Leonardos: Verkürzung des Gesichts, lichterfülltes Lockenhaar, sanfter Blick.
Das Werk entstand für die Kirche San Salvi, kam dann jedoch ins Kloster der Vallombrosanerinnen
von Santa Verdiana. Später gelangte es in die Accademia di Belle Arti und befindet sich seit 1914 in den
Uffizien.
Verrocchio (eigentlich Andrea di Michele di Francesco di Cione) wurde 1435 in Florenz geboren.
Seine Lehrer waren
Giuliano Verrocchio (Goldschmiedekunst), Donatello (Bildhauerei) und Alesso Baldovinetti (Malerei).
Sein Stil führte den Naturalismus in der Plastik des 15. Jh. zum Höhepunkt,
bereitete die Hochrenaissance vor, übte jedoch noch bis zum Barock, besonders im
Hinblick auf die räumlich bewegte Figur große Wirkung aus. Zu seinen
Schülern zählten neben Leonardo da Vinci Botticelli, Lorenzo di Credi und Perugino.
Seine Hauptwerke sind der "David" (um 1475, Florenz, Museo Nazionale del Bargello), der "Knabe
mit dem Delphin" (um 1476, Palazzo Vecchio, Florenz), der "Ungläubige Thomas"
(1483, Kirche Orsanmichele), das Reiterdenkmal des
Bartolomeo Colleoni (1479-1488, Campo dei Santi Giovanni e Paolo, Venedig),
der Sarkophag für Giovanni e Pietro de Medici (1470-1472, Alte Sakristei von San
Lorenzo, Florenz) und die "Taufe Christi".
Verrocchio starb am 7. Oktober 1488 in Venedig. |