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Die Identifizierung
der Dargestellten stützt sich auf den Wacholderbaum im Hintergrund und den
auf der Rückseite gemalten Wacholderzweig. (Wacholder in florent. Dialekt "ginevra",
ital. "ginepro")
Ginevra de' Benci, Tochter des sehr reichen Bankiers Amerigo de' Benci,
heiratete 1474 im Alter von 17 Jahren Luigi di Bernardo di
Lapo Nicolini. Offensichtlich durch die finanziellen Schwierigkeiten ihres Mannes
soll Ginevra 1480 ständig bei schlechter Gesundheit gewesen sein.
Die blasse Farbe des Gesichts könnte auf Ginevras Krankheit verweisen.
Sie verstarb wenige Jahre später kinderlos.
Sie wurde ebenso wegen ihrer Schönheit in zahlreichen Versen gefeiert, insbesonders
in zwei Sonetten von Lorenzo de' Medici, als auch weil sie der drängenden Liebe
Bernardo Bembos, eines venezianischen Gesandten in Florenz, nicht nachgegeben hat. |

Auf der Rückseite des Bildes:
Lorbeerzweig, Wacholderzweig,
Palmblatt,
"virtutem forma decorat" -
"Schönheit ist der
Schmuck der Tugend" |
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Ungewöhnlich für die Malerei Leonardos ist die glatte Oberfläche sowie die
strenge Symmetrie der Haare, die das Gesicht rahmen.
Typisch hingegen sind die hell-dunkel-Kontraste (chiaroscuro) und das Gesicht in Dreiviertelansicht.
Im Laufe seiner Geschichte wurde das Gemälde am unteren Rand um einen etwa
zwanzig Zentimeter breiten Streifen amputiert. Zum Glück hat man auf einem Blatt
im Schloss Windsor die Vorstudie dazu gefunden. Ursprünglich spielen die Finger der
rechten Hand mit den Schnürbändern.
1967 wurde das Bild der National Gallery in Washington für die damalige Rekordsumme
von mehr als einer Million Dollar von der Wiener Sammlung Liechtenstein verkauft. |
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